Casino-Lexikon - B

Ballung (Roulette)

Übersetzung des französischen Begriffes `accumulation` (Anhäufung), der Beharrungstendenzen beschreibt. Wenn z. B. eine Sechsertransversale mehrmals hintereinander oder nur einmal durch eine andere Transversale unterbrochen erscheint; oder wenn sich bei einer Spielmethode Serien von Plus- oder Minuscoups zeigen.

Bandenspiel

So wird in einer Spielbank der Zusammenschluss mehrerer Spieler genannt, die auf diese Weise ein festgelegtes Maximum überschreiten wollen. Wird beispielsweise die Farbe rot erwartet und das Maximum liegt bei 12.000 €, so könnten sich drei Spieler zusammentun und jeder setzt 12.000 €. So stehen dann insgesamt 36.000 € an einem Tisch auf Rot. Das ist in nahezu jeder echten Spielbank vom Reglement her verboten.

Bank

Bezeichnung für das Spielkapital eines Spieltisches, z.B. bei Roulette, Poker, Black Jack etc.

Bankhalter

Bei den offiziellen Spielbanken ist der Bankhalter entweder eine Privatperson, eine Privatgesellschaft oder aber eine staatliche Institution. Die privaten Bankhalter sind im Besitz einer staatlichen Konzession und müssen von den eingespielten Geldern in der Regel zwischen 80 und 90 % an Land und Gemeinde abführen.

Bankvorteil

Alle im Casino angebotenen Spiele sind mit einem «eingebauten» Vorteil für die Bank versehen. So hat die Spielbank bei den Einfachen Chancen beim Roulette einen mathematischen Vorteil von 1,35%, bei den Mehrfachen Chancen einen Vorteil von 2,7%. Dieser Vorteil ist auf die Existenz der 37. Zahl, der Zero, zurückzuführen, die auch "Goldbagger" der Bank genannt wird.

Bank sprengen

Unter diesem Begriff wird häufig verstanden, dass eine Spielbank legal ihres Geldes beraubt wird. Doch das ist in der Praxis nicht so. Tatsächlich ist mit diesem Begriff gemeint, dass das Kapital eines Tisches von den Spielern durch gutes Spiel übernommen wurde und dieser Tisch nicht mehr zahlungsfähig ist, das Spiel dort also abgebrochen werden muss. In der heutigen Zeit kommt das in der Praxis aber kaum noch vor, da den Spieltischen ständig neues Spielkapital zugeführt wird.

Banque

Der französische Begriff für Bank.

Banquier (Baccara)

Baccara-Spielgast, um dessen Einsatz gespielt wird.

Bechmann, Rudolf

Rouletteforscher, bekannt durch eine Plein-Methode. Bei dieser Methode gelten die vier Zahlen, die dreimal oder häufiger erschienen sind, als Favoriten, wobei die zuletzt erschienenen immer gegen die älteren ausgetauscht werden. Bechmann faßt immer vier Zahlen zusammen und progressiert diese 20 Mal. Ein Platzer kostet ihn 192 Stücke. Diese Methode veröffentlichte auch Martin Jung in seinem Büchlein "Roulette - richtig gespielt".

Bitte das Spiel zu machen

Mit der Ansage «Bitte das Spiel zu machen» werden Sie gebeten, Ihre Einsätze für das nächste Spiel (Coup) zu machen.

Bluff (Poker)

Geschicktes psychologisches Verhalten, um ein anderes Blatt vorzutäuschen als tatsächlich vorhanden ist.

Boudin (Roulette)

Im französischen Roulette wird die Jetonlage, die um den Roulette-Kessel plaziert ist, als Boudin bezeichnet.

Boule de neige (Roulette)

Schneeballprinzip, eine Satzsteigerung unter Heranziehung erzielter Gewinne.

Bout de table

Französische Bezeichnung für den Kopfcroupier.

Box(en)

Spielfelder, auf denen der Spieler die Einsätze platziert.

Burn Card

Eine Karte aus dem Spiel nehmen.

Bust

Überbieten der 21 beim Black Jack und damit Verlust des Einsatzes.

Buy-In

Das notwendige Kapital um an einem Spieltisch Platz nehmen zu können. Die Höhe des Buy-in ist von der Höhe des Spiellimits abhängig.